Die Jagd auf den Jäger

Der Blauflossen-Thun - sozusagen der König der Thunfische - kann vier Meter groß und über 500 Kilogramm schwer werden. Allerdings sind Tiere dieser Größe heute selten geworden. Lange galt der Reichtum der Meere als unerschöpflich. Doch seit dem Beginn der industriellen Fischerei in den 1950er-Jahren sind die Bestände von besonders beliebten Arten um bis zu 90 Prozent geschrumpft. Mehr als 30 Prozent aller Fischbestände weltweit gelten als überfischt. Die Überfischung ist das größte Drama, das die Weltmeere derzeit erleben, denn sie beeinflusst das gesamte Ökosystem.

In Papua-Neuguinea versucht ein Entwicklungsland, neue Wege zu gehen und seine Fischbestände nachhaltig zu managen. Das Land hat sich mit anderen Inselstaaten der Region zusammengeschlossen. Gemeinsam sind sie so etwas wie eine OPEC des Thunfisches, denn ein Viertel der weltweiten Thunfischbestände schwimmt in diesen Gewässern. Japan ist eine große Fischereination – und eines der wichtigsten Importländer für Thunfisch: In einem einzigartigen Forschungsprojekt ist es hier gelungen, den Thunfisch zu züchten. Doch ist die Aquakultur wirklich eine Lösung gegen die Überfischung? Und welche Alternativen gibt es zu unserem Hunger nach immer mehr Fisch? Vielleicht sind essbare Algen eine Lösung.

Für die Terra X Folge über den Thunfisch konnte ich mehrere Tage auf einem industriellen Thunfischfänger mitfahren, in Japan die Geburt der Thunfische live erleben und im Mittelmeer mit Forschern auf die Jagd gehen. In Gesprächen mit Fischereibiologen und Experten aus Frankreich, Papua-Neuguinea und Japan versuchen wir, eine Frage zu beantworten: Wie kann die Thunfisch-Fischerei nachhaltiger werden?

Tuna Industry

The bluefin tuna - the king of tuna, so to speak - can grow to four metres in length and weigh over 500 kilograms. However, animals of this size are now rare. For a long time, the wealth of the seas was considered inexhaustible. But since the beginning of industrial fishing in the 1950s, the stocks of particularly popular species have shrunk by up to 90 per cent. More than 30 per cent of all fish stocks worldwide are considered to be overfished. Overfishing is currently the biggest threat, as it affects the entire ecosystem.

In the Pacific Ocean, developing countries like Papua New Guinea are trying to break new ground and manage their fish stocks sustainably. The country has joined forces with other island states in the region. Together they are something of an OPEC for tuna, as a quarter of the world's tuna stocks swim in these waters. Japan is a major fishing nation - and one of the most important importing countries for tuna: a unique research project has succeeded in breeding tuna here. But is aquaculture really a solution to overfishing? Perhaps edible algae are a solution.

For the Terra X episode about tuna, I was able to spend several days on an industrial tuna fishing vessel, witness the birth of baby tuna in Japan and go on a scientific hunt for tuna in the Mediterranean. Together with fisheries biologists and experts from France, Papua New Guinea and Japan, we try to answer one question: How can tuna fishing become more sustainable?